I-Facade: Die intelligente Unterkonstruktion für Ihre vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

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Eine Fassade ist weit mehr als nur die ästhetische Hülle eines Gebäudes. Sie ist ein komplexes System, das Schutz, Dämmung und Dauerhaftigkeit miteinander vereinen muss. Das Herzstück dieses Systems ist die Unterkonstruktion (Subframe) – das statische Bindeglied zwischen der tragenden Außenwand und der Fassadenbekleidung.

Bei IPEX wissen wir, dass die Sicherheit und Effizienz eines Projekts maßgeblich von der Wahl der richtigen Konstruktionsprinzipien abhängt. Mit unserem I-Facade-System bieten wir modulare, thermisch optimierte und statisch geprüfte Lösungen für jede Herausforderung im modernen Fassadenbau.

 

Warum IPEX I-Facade die erste Wahl für Profis ist


1. Maximale thermische Effizienz (Optimierung des U-Werts)

In Zeiten strenger Energieeffizienzvorgaben, wie z. B. dem Passivhausstandard, reicht eine herkömmliche Aluminium-Unterkonstruktion häufig nicht mehr aus. IPEX I-Facade setzt auf innovative thermische Trennung:

  • Minimierung punktförmiger Wärmebrücken: Durch den Einsatz spezieller Thermostop-Isolatoren und thermisch getrennter Wandhalter wird der χ‑Wert deutlich reduziert.

  • Materialauswahl: Neben leistungsfähigem Aluminium bieten wir Lösungen aus nichtrostendem Stahl (RVS, A2/A4) mit wesentlich geringerer Wärmeleitfähigkeit als Reinaluminium, wodurch sich die Energiebilanz des Gebäudes deutlich verbessert.

 

2. Statische Sicherheit und Flexibilität

Jede Fassade muss hohen Windlasten und dem Eigengewicht der Bekleidung sicher standhalten. Unser System basiert auf dem bewährten Prinzip von Fest- und Gleitpunkten:

  • Festpunkte (Fixed Points): Leiten das Eigengewicht der Fassadenplatten sicher in den Untergrund ab.

  • Gleitpunkte (Sliding Points): Ermöglichen die natürliche thermische Längenausdehnung der Profile (Dilatation), ohne Spannungen oder Rissbildungen in der Fassade zu verursachen.

  • Vielseitigkeit: Unsere „Helping Hand“-Wandhalter sind in mehr als 126 Ausführungen verfügbar und gleichen Bautoleranzen von 40 mm bis über 300 mm problemlos aus.

 

3. Ästhetik ohne Kompromisse

Ob sichtbare Befestigung oder unsichtbare (verdeckt liegende) mechanische Befestigung – I-Facade bietet die passende Lösung:

  • Materialvielfalt: Kompatibel mit HPL, Faserzement, Keramik, Naturstein und sogar PV-Modulen.

  • Eigene Pulverbeschichtung: Mit über 2.500 RAL-Farben aus unserer hausinternen Beschichtungsanlage stellen wir sicher, dass Profile und Befestigungsmittel optisch perfekt mit Ihrer Fassade verschmelzen – bei gleichzeitig marktweit kürzesten Lieferzeiten.

 

 

Technische Spezifikationen: Unterkonstruktionssysteme für VHF

Systematik der Lastabtragung und thermischen Trennung in der Fassadenplanung

Die Unterkonstruktion bildet das statische Bindeglied zwischen der tragenden Außenwand und der Fassadenbekleidung. Bei der Planung von VHF-Systemen stehen die mechanische Sicherheit, der Ausgleich von Bautoleranzen sowie die energetische Optimierung der Gebäudehülle im Vordergrund.

 

1. Statisches Prinzip: Fest- und Gleitlagerung

Um Zwängungskräfte infolge temperaturbedingter Längenänderungen der Profile zu vermeiden, beruht das I-Facade-Prinzip auf einer klaren Trennung der Befestigungspunkte:

  • Festpunkte (Fixed Points): Übernehmen die vertikalen Eigenlasten der Bekleidung (Dead Loads) sowie die horizontalen Windlasten.

  • Gleitpunkte (Sliding Points): Durch vertikale Langlöcher in den Wandhaltern wird die temperaturbedingte Dilatation von Aluminium- oder RVS-Profilen ermöglicht, während gleichzeitig horizontale Winddruck- und Windsogkräfte sicher abgetragen werden.

 

2. Energetische Optimierung: Minimierung des χ‑Werts

Punktförmige Wärmebrücken durch Wandhalter beeinflussen maßgeblich den effektiven U‑Wert der Wandkonstruktion.

  • Thermostop-Isolatoren: Zur thermischen Entkopplung werden polymerbasierte Trennelemente (z. B. aus Polypropylen oder PVC) zwischen Wandhalter und Untergrund eingesetzt.

  • Materialwahl: Aluminium (EN AW 6063 T66) ist aus Wirtschaftlichkeitsgründen der Standard, jedoch bieten Konsolen aus Edelstahl (RVS A2/A4) aufgrund ihrer geringeren Wärmeleitfähigkeit deutliche Vorteile bei Passivhausanforderungen.

 

3. Profilgeometrien und mechanische Befestigung

Das I-Facade-Programm umfasst eine Vielzahl von Strangpressprofilen für unterschiedliche Bekleidungsmaterialien wie Faserzement, HPL, Keramik oder Metallkassetten:

  • L- und T-Profile: Primäre vertikale Tragprofile zur Aufnahme von sichtbaren (Nieten/Schrauben) oder verdeckt liegenden Befestigungsmitteln.

  • Omega- und Z-Profile: Spezialprofile für geringe Aufbauhöhen oder als Sekundärkonstruktion bei horizontaler Ausrichtung.

  • Verdeckte Agraffenbefestigung: Für schwere Plattenwerkstoffe wie Naturstein kommen justierbare Agraffen zum Einsatz, die ein präzises Fugenbild gewährleisten.

 

4. Engineering-Support und Konformität

Die Bemessung der Unterkonstruktion erfolgt auf Basis objektbezogener statischer Nachweise und bauphysikalischer Berechnungen:

  • Windlastbemessung: Ermittlung der Lasten gemäß DIN EN 1991‑1‑4 zur Festlegung der Halterabstände.

  • Statik: Berechnung nach Eurocode 9 (Aluminiumtragwerke) unter Berücksichtigung von Ermüdung und Tragfähigkeit.

  • Zertifizierung: Alle Systemkomponenten sind CE-gekennzeichnet und entsprechen den Anforderungen der jeweils gültigen ETA (European Technical Assessment).


Planungsunterstützung: Für Ingenieure und Fassadenplaner stellt IPEX detaillierte CAD-Details, BIM-Objekte sowie Unterstützung bei Vorbemessungen und Auszugsversuchen vor Ort zur Verfügung.

Ich möchte mehr über Ihre vorgehängten hinterlüfteten Fassadensysteme (VHF) erfahren.