Aluminium vs. Edelstahl-Wandhalterungen
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Aluminium-Wandhalterungen und Edelstahl-Wandhalterungen werden beide veelvuldig in Dach- und Fassadenkonstruktionen eingesetzt. Beide Materialien haben ihre eigenen Stärken – vom Gewicht und der Verarbeitbarkeit bis hin zu Korrosionsbeständigkeit, thermischen Eigenschaften und Tragfähigkeit. Auf dieser Seite erklären wir, wann Aluminium-Wandhalterungen die logische Wahl sind und in welchen Situationen Edelstahlprofile einen echten Mehrwert bieten, zum Beispiel zur Reduzierung von Wärmeverlusten.
Wann entscheidet man sich für Aluminium-Wandhalterungen?
Aluminium-Wandhalterungen zeichnen sich durch ihr geringes Eigengewicht und ihre gute Verarbeitbarkeit aus. Sie lassen sich einfach zuschneiden, ausrichten und montieren und eignen sich daher besonders gut als Unterkonstruktion, wenn ein niedriges Gewicht und Maßhaltigkeit gefragt sind. Im Fassadenbau werden Aluminiumprofile häufig als Omega-Profile oder Ausgleichsprofile hinter hinterlüfteten Fassadensystemen und Bekleidungen eingesetzt.
Vorteile von Edelstahl-Wandhalterungen
Edelstahlprofile kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Lebensdauer und Tragfähigkeit gestellt werden – beispielsweise in industriellen Umgebungen. Durch die höhere Festigkeit von Edelstahl können oft schlankere Wandhalterungen verwendet werden. Zudem weist Edelstahl im Vergleich zu breiten Stahl- oder Aluminiumquerschnitten eine geringere Wärmeleitfähigkeit auf.
Thermische Aspekte bei Aluminium-Unterkonstruktionen
Wird ein Fassadensystem mit einer Aluminium-Unterkonstruktion aufgebaut, können ausgeprägte Wärmebrücken entstehen. Aluminium leitet Wärme sehr gut, wodurch Wärme aus dem Innenraum über die Wandhalterungen leicht nach außen abgeführt wird. Dies führt zu spürbaren Energieverlusten über die Befestigung und die Unterkonstruktion selbst.
Warum Edelstahl die Zukunft der Fassadenbefestigung ist: RVS vs. Aluminium
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In der modernen Architektur ist die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) das System der Wahl für hochwertige Gewerbe- und Wohngebäude. Das Herzstück der thermischen Trennung und strukturellen Integrität ist der Wandhalter. Während früher Aluminium dominierte, setzt sich heute Edelstahl (RVS) als technischer Standard durch.
1. Überlegene thermische Performance
Der entscheidende Vorteil von Edelstahl liegt in seiner extrem niedrigen Wärmeleitfähigkeit (λ).
• Wärmeleitfähigkeit: Während Aluminium eine hohe Leitfähigkeit von ca. 160 bis 200 W/m·K aufweist, liegt Edelstahl (Qualität A2/A4) lediglich bei ca. 13 bis 17 W/m·K.
• Punktuelle Wärmelast: Edelstahl reduziert den Zuschlag für punktförmige Wärmebrücken (Chi-Wert) drastisch.
• U-Wert-Optimierung: Durch den Einsatz von Edelstahl-Konsolen kann ein bis zu 40 % besserer U-Wert für die gesamte Wandkonstruktion erreicht werden.
2. Massiver Raumgewinn durch schlankere Wände
Da Edelstahl Wärmebrücken minimiert, ist deutlich weniger Dämmmaterial erforderlich, um die gesetzlichen Anforderungen (wie BENG oder Part L) zu erfüllen.
• Dämmstoff-Reduktion: Um denselben U-Wert zu erreichen, kann die benötigte Dämmschichtdicke dank RVS-Lösungen von etwa 36 cm auf bis zu 14 cm reduziert werden.
• Mehr Nutzfläche: Ein schlankerer Wandaufbau bedeutet mehr Platz im Innenraum. Bei einem Standardgebäude kann dies einen Raumgewinn von bis zu 6,4 % der Nutzfläche bedeuten – ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor für Entwickler.
3. Unschlagbarer Brandschutz und Sicherheit
Sicherheit steht an erster Stelle, insbesondere bei Hochhausfassaden.
• Schmelzpunkt: Edelstahl hat einen Schmelzpunkt von über 1450 °C, während Aluminium bereits bei ca. 650 °C schmilzt.
• Klassifizierung: Edelstahl-Konsolen sind als nicht brennbar (Euroklasse A1) eingestuft und behalten auch bei hohen Temperaturen eine hohe mechanische Festigkeit (bei 700 °C noch ca. 55 %).
4. Langlebigkeit und Korrosionsbeständigkeit
Besonders in maritimen Regionen oder industriell belasteten Umgebungen ist die Materialwahl kritisch.
• Qualität 316 (A4): RVS der Güteklasse 316 bietet eine passive Schutzschicht, die Korrosion verhindert und eine Design-Lebensdauer von über 50 Jahren ohne Wartung ermöglicht.
• Keine Kontaktkorrosion: Im Gegensatz zu Aluminium benötigen Edelstahl-Halterungen oft keinen zusätzlichen Isolator, um galvanische Korrosion am Substrat zu verhindern.
5. Nachhaltigkeit und CO2-Bilanz
Edelstahl ist nicht nur langlebiger, sondern auch umweltfreundlicher in der Herstellung.
• Geringerer CO2-Fußabdruck: Die Produktion von Edelstahl erfordert weniger Primänergie als die von Aluminium; die CO2-Emissionen sind bis zu 3,5-mal niedriger.
• Recycelbarkeit: Alle Komponenten sind zu 100 % recycelbar, was den Lebenszyklus des Gebäudes nachhaltig optimiert.
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